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Was kommt bei uns in die Läden?

Ein paar Worte vorab:

Genauso wie ihr euch Gedanken darüber macht, was ihr aus welchen Gründen einkauft oder eben auch nicht, so kaufen auch wir nicht einfach ein, was sich vielleicht gut vermarkten ließe.  

Wir haben klar definierte Einkaufskriterien, die unsere Auswahl bestimmen. Das macht die Entscheidung für oder gegen ein Produkt oft nicht ganz leicht, und die eine oder andere Sache gibt es deshalb bei uns auch gar nicht. Damit ihr versteht, was uns leitet, findet ihr hier unsere Nachhaltigkeitskriterien. 

Wir kaufen bevorzugt bei den Lieferanten, die bewusst und engagiert daran arbeiten, den Müll in der Lieferkette zu reduzieren. Lieferanten, denen das egal ist, scheiden bei uns aus. Pfandbehältnisse, also Mehrwegverpackungen sind beim Einkauf immer unsere erste Wahl. Gleich danach kommen Verpackungen aus mehrlagigem Papier oder Karton. Leider lässt sich aber noch nicht alles komplett plastikfrei verpacken. Wenn das (z.B. aus Hygienegründen) so ist, achten wir konsequent auf ein vertretbares Verhältnis zwischen Warenmenge und Verpackung. Es muss immer so wenig Einwegplastik wie möglich sein! Wenn wir hier auch noch die Wahl haben, bevorzugen wir Lieferanten, die gezielt Cellulose-Folien einsetzen. Diese sind zumindest nicht erdölbasiert und lassen sich theoretisch sogar kompostieren.

Der ‚Zerowaste‘-Gedanke und Ökologische Landwirtschaft gehören für uns zu 100% zusammen. Ulf un:verpackt! war von Beginn an Bio-zertifiziert. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (zurzeit 5 Produkte) kleinerer lokaler Produzenten stammen alle unsere Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Das wird auch so bleiben! 

Lebensmittel, die hier in unserer Region gute Wachstumsbedingungen haben und in Bio-Qualiät angebaut werden, kaufen wir auch hier ein. Diversität im Landbau ist aus vielerlei Gründen wichtig und muss durch aktive Vermarktung unterstützt werden.  

Die Wertschöpfung einer Ware muss denen zukommen, die sie ‚verdienen‘, die sie erarbeiten. Das betrifft die Cashewpflückerin in Burkina Faso genauso wie die Bio-Bäuerin in der Rhön… Mal vertrauen wir hier auf Fairtrade Siegel und mal besuchen wir die Hersteller*innen direkt auf ihren Höfen. 

…Tomaten und Erdbeeren im Winter gibt’s bei uns nicht. Obst und Gemüse haben einen Jahreszeitenkalender, an den wir uns halten. Südfrüchte gibt es nur punktuell und wenn, dann aus transparentem und fairem Direktimport aus Portugal. 

Milch, Jogurt, Eier, Käse und Wurst stehen nur dann in unseren Kühlschränken, wenn wir sicher sein können, dass das Wohl der Tiere hinsichtlich ihrer körperlichen und emotionalen Gesundheit gewährleistet ist. Eine wesensgemäße Haltung, flächengebundener Futteranbau und eine stressfreie Schlachtung sind unbedingte Voraussetzungen.

Wir sind bemüht die CO2 Bilanz beim Transport so gering wie möglich zu halten! Das gelingt u.a. durch den Einkauf in der direkten Region, durch Bündelung von Bestellungen für beide Läden, durch CO2 kompensierte LKW-Fahrten, und durch den regen Einsatz unseres Lastenfahrrads zwischen beiden Läden.