Der Beginn: Der Weckruf aus der Mülltonne

Die Gründer und Wegbereiter von Ulf un:verpackt! (Claudia und Matthias), eröffnen im Juni 2019 die erste Filiale von Ulf un:verpackt! in der Frankfurter Altstadt. Die Beiden haben die Nase voll von überquellenden Mülleimern in der Küche und suchen nach Möglichkeiten nachhaltiger einzukaufen und bewusster zu konsumieren. Das Konzept der Unverpacktläden kennen sie bereits aus anderen Städten. Das hat sie dazu inspiriert, selbst aktiv zu werden und es zu wagen, in Frankfurt einen eigenen Laden zu eröffnen.

Der Erfolg: Expansion

Zum ursprünglichen Ladenlokal am Dom kommt rasch ein zweiter Standort in der Darmstädter Landstraße am Lokalbahnhof in Sachsenhausen hinzu, denn das Bewusstsein für die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt und fragwürdige Reyclingkonzepte wächst zunehmend.

Die Krise: Corona

Die Unverpackt-Branche boomt regelrecht und die Zeit scheint reif zu sein für dieses neue Verkaufskonzept, als ab März 2020 die Coronapandemie der positiven Entwicklung der Zerowaste-Bewegung einen gehörigen Dämpfer verpasst. Im ganzen Land kämpfen kleine Läden um ihre Existenz und auch Unverpacktläden bleiben von der Tendenz, sich lieber zuhause beliefern zu lassen oder zu Discountern zu gehen, nicht verschont. Es wird zunehmend schwieriger, den Laden mit all den besonderen Auflagen jener Jahre wirtschaftlich zu betreiben.

Die Lösung: Solidarischer Mitgliedsladen

Das gesamte finanzielle Risiko allein weiterzutragen wie bislang ist keine tragfähige Lösung für die beiden Gründer. Einfach weitermachen wie bisher hätte unweigerlich die baldige Schließung des Ladens zur Folge gehabt. Es ist der richtige Zeitpunkt, um etwas anderes auszuprobieren. Im Januar 2023 wird Ulf un:verpackt! deshalb zu einem solidarischen Unverpacktladen. Diese neue solidarische Struktur bewährt sich sofort. Neben der finanziellen Absicherung des Geschäfts durch die Beiträge der solidarischen Mitglieder entsteht dabei eine echte Wertegemeinschaft. Mehr zu unserem solidarischen Konzept erfährst du hier.

Die Wende: Schwarmintelligenz sichert den Fortbestand des ULF

Im Januar 2025 verkünden die bisherigen Inhaber ihren Mitgliedern, dass sie die Arbeitsbelastung durch den Laden langfristig nicht mehr übernehmen können. Wenn der bisher eigentümergeführte Laden nicht schließen soll, muss also eine neue Lösung her, die den Fortbestand des Ladens sichern wird. Diese Lösung findet sich in den Reihen der solidarischen Mitglieder, die sich nach der Mitteilung sofort zusammentun, um ein neues Konzept zu entwickeln.

Die Zukunft: Nachhaltiger Konsum in gemeinsamer Verantwortung

Das ist die Geburtsstunde des Ulf e.V., der nun seit März 2026 – nach gut einem Jahr gründlicher Recherche, akribischer Berechnungen, intensiver Planungen und Abwägungen, der Erfüllung sämtlicher gesetzlicher Auflagen uvm.  – die Trägerschaft von Ulf un:verpackt! übernehmen konnte. Was für ein Erfolg!! Mehr zur Gründung des Vereins Ulf e.V. und seinen Zielen erfährst du hier.

 

Was mit großem Idealismus und Engagement der beiden Gründer vor über sechs Jahren begann, hat nun eine neue Form gefunden, bei der sich die Verantwortung für Nachhaltigen Konsum auf viele Schultern verteilt, die spüren, dass sie ganz viele sind und als viele viel bewirken können.